Ob Sie Architekt oder Bauherr (Auftraggeber) sind – in jedem Falle muss die schriftliche Fixierung des Architektenvertrages Ihr elementares Interesse sein.
Als Architekt laufen Sie ohne schriftlichen Vertrag Gefahr, dass Sie die Erteilung eines Auftrages nicht beweisen können. Die Tatsache, dass Sie – vielleicht in großem
Umfang für den Bauherrn tätig geworden sind, begründet weder eine rechtliche noch eine tatsächliche Vermutung dafür, dass diese Tätigkeit im Rahmen eines Vertrages
erfolgt ist.  Wenn Sie den Auftrag nicht beweisen können, bekommen Sie kein Honorar; so zuletzt wieder entschieden vom Oberlandesgericht Frankfurt,
Honorarderung von 180.000,00 € !!  (OLG Frankfurt, Urteil vom 07.12.2012 – 10 U 183/11)-

Aber auch als Auftraggeber ist Ihnen Schriftm des Architektenvertrages und insbesondere der Vergütungsvereinbarung dringend anzuraten.
Wenn Sie das Honorar nicht schriftlich vereinbart haben, gelten die Mindestsätze der HOAI als vereinbart. Diese können von Anfang an oder durch
die Vertragsentwicklung höher liegen als das vereinbarte Honorar. Die Berufung auf die getroffene Vereinbarung nützt Ihnen nichts. Sie ist mangels
Schriftm unwirksam, und Sie erleben leicht ihr „Blaues Wunder“.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an!

 

RA JR Dr. H. Ruland
– Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht