1. Auch der lediglich planende Architekt kann die Bauhanderkersicherung gemäß § 648a BGB verlangen, wenn der Besteller mit der Bauausführung noch nicht begonnen hat. 2. Leistet der Auftraggeber die Sicherheit nicht innerhalb der gesetzten Frist, kann der Architekt seine Tätigkeit ankündigungsgemäß einstellen; der Vertrag gilt gemäß §§ 648a Abs. 5 Satz 1, 643 Satz 2 BGB als gekündigt. 3. Der Architekt kann in diesem Fall die vertraglich vereinbarte Vergütung für die tatsächlich von ihm erbrachten Planungsleistungen beanspruchen (§§ 648a Abs. 5 Satz 1, 645 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 643 Satz 2 BGB) OLG Düsseldorf, Urteil vom 05.10.2004 – 21 U 26/04 Das Oberlandesgericht mißt dem Unternehmerbegriff der Regelung bei der Bauhandwerkersicherung eine andere Bedeutung bei als demjenigen bei der Regelung der Handwerkersicherungshypothek. Er setzt nicht voraus, dass die nach dem Vertrage zu erbringende Bauwerksleistung mit einer Werterhöhung des Grundstücks einhergeht, sondern betrifft auch solche unternehmerischen Tätigkeiten, die als nicht wegzudenkender Teil der Gesamtleistung der Herstellung des Bauwerks dienen, ohne sich in diesem unmittelbar verkörpern zu müssen. Mit der Umsetzung der Planung muss insbesondere noch nicht begonnen sein. Parajumpers Kodiak Jackor