Die HOAI als bindendes Preisrecht gestattet den Parteien eines Architektenvertrages nicht, eine niedrigere Honorarzone als tatsächlich gegeben zu vereinbaren. Stellt sich heraus, daß die zunächst angenommene und vereinbarte Honorarzone den tatsächlichen Planungsanderungen des Gebäudes nicht entspricht und ergibt sich, bezogen auf die Honorazone, die richtigerweise hätte vereinbart werden müssen, eine Vergütung unterhalb der Mindestsätze, so ist die Vereinbarung der Honorarzone unwirksam. Andernfalls hätten die Parteien es in der Hand, das Verbot einer Unterschreitung der Mindestsätze auch ohne das Vorliegen eines Ausnahmefalles dadurch zu umgehen, daß sie eine niedrigere Honorarzone vereinbaren. Gegebenenfalls ist der Architekt nicht daran gehindert, sein Honorar nach den Mindestsätzen der zutreffenden Honorarzone zu berechnen.parajumpers sverige

BGH, Urteil vom 13.11.2003 – VII ZR 362/02;

Ebensowenig kann eine Unterschreitung der Mindestsätze durch zu niedrigen Ansatz der anrechenbaren Kosten (§ 10 HOAI) oder durch zu geringen Ansatz der Vom-Hundertsätze aus den Lesitungsbildern (§ 15 HOAI) erreicht werden.