Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre (§ 195 BGB) und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger  von dem Anspruch und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt hat (199 (1) BGB).

Zum 31.12.2015 verjähren unter anderem Ihre im Jahre 2012 entstandenen Forderungen aus:

Architektenverträgen auf Zahlung des Honorars, also wenn in 2012 die Leistung vertragsgemäß erbracht und eine prüfbare Schlussrechnung erteilt worden ist.

Bauwerkverträgen auf Zahlung des Werklohnes, wenn in 2012 die Leistung abgenommen oder die Abnahme trotz Setzung einer angemessenen Frist zu Unrecht verweigert worden ist. Liegt dem Vertrag die VOB/B zugrunde, beginnt die Regelverjährungsfrist mit Schluss des Jahres, in dem eine prüfbare Schlussrechnung erteilt worden ist.

Kaufverträgen auf Zahlung des Kaufpreises

Mietverträgen auf Zahlung des Mietzinses für das Jahr 2012 und auf Zahlung von Nebenkosten aus in 2012 erteilter Nebenkosten-abrechnung

Arbeits- und Anstellungsverträgen
auf Zahlung von Entgelt für das Jahr 2012, soweit nicht tarifliche Ausschlussfristen zur vorzeitigen Verwirkung des Anspruchs geführt haben.

Den Eintritt der Ultimo-Verjährung verhindern Sie vor allem durch Erhebung einer Klage auf Leistung oder Feststellung oder durch elektronischen Mahnantrag vor dem 31.12.2015, keinesfalls durch schriftliche Mahnung. Auch Abschlagszahlung hemmt nicht die Verjährung.

Bei Rückfragen: 0681/926060

Rechtsanwältin Brigitte Ruland
Rechtsanwalt JR Dr. jur. Herbert Ruland
– auch Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

Die Inmation erfolgt unter Auschluss jeglicher Haftung, Haftung nur gegenüber Mandanten im Rahmen eines Mandats.