Der Bauherr stellt die Mittel seiner durch Grundschuld auf dem Baugrundstück abgesicherten Baufinanzierung einem Beauftragten zur Verfügung, damit dieser damit sein Haus baut. Der Beauftragte lässt zwar Handwerker das Haus bauen, bezahlt sie aber nicht. Das vom Bauherrn erhaltene Geld verbraucht er für sich oder verwendet es für Forderungen aus anderen Bauvorhaben. Das Baugeld nimmt also nicht den vom Bauherrn gewollten Weg zu den Bauhandwerkern, die das Haus gebaut haben und aus dem Baugeld bezahlt werden sollten. Es ist zweckentfremdet worden. Das will das Gesetz verhindern. Es will sicherstellen, dass das Geld „an der Baustelle bleibt“. Wer ihm zur Verfügung gestelltes Baugeld nicht bestimmungsgemäß verwendet, um die mit der Ausführung der Bauarbeiten beauftragten Handwerker zu bezahlen und dadurch diesen einen Schaden zufügt, handelt pflichtwidrig und macht sich schadensersatzpflichtig. Das Bauderungssicherungsgesetz ist neben eine weitere gesetzliche Möglichkeit, Ihre Werklohnderung für erbrachte Bauleistungen zu sichern. Für die Wahrnehmung dieser Möglichkeit sind Sie auf anwaltlichen Beistand angewiesen. Wenn Sie Bedarf haben, lesen Sie zunächst die weiteren Beiträge zu diesem Thema und rufen Sie uns an (0681/926060). Rechtsanwalt JR Dr. H. Ruland – Fachanwalt für Bau- u. Architektenrecht