Wenn der Bauherr Sie von der Baustelle jagt – durch ein Baustellenverbot vor, mit oder nach der Kündigung, verliert er nicht ohne weiteres seinen Anspruch auf Mängelbeseitigung; allenfalls gerät er dadurch in Verzug der Annahme Ihrer Leistungen. Wenn Sie nach der Kündigung Abrechung erteilen, und der Auftraggeber Zahlung verweigert und sich auf ein Zurückbehaltungsrecht wegen der behaupteten Mängel beruft, macht er damit geltend, daß er nicht zahlen werde, solange Sie die Mängel Ihrer Leistung nicht beseitigt haben, daß er vielmehr solange den Werklohn zurückbehalten werde. Damit gibt er zu verstehen, dass er die Beseitigung der Mängel durch Sie erwarte und zulassen werde. Sein Verzug mit der Annahme Ihrer Leistung ist dann beendet. Nun ist es an Ihnen, ihm die fällige Nacherfüllung durch Mängelbeseitigung anzubieten. Vor Beseitigung der Mängel ist Ihre Werklohnderung nicht fällig. (BGH Urteil vom 08.07.2004 – VII ZR 317/02 – )