Feuchtigkeit oder Nässe in den Kellerwänden dürfen Sie nicht verschweigen. Auch Verschweigen kann Arglistige Täuschung sein und den Käufer zur Anfechtung des Vertrages berechtigen. Es genügt schon,  wenn Sie Feuchtigkeit oder Nässe in den Wänden mindestens für möglich halten und damit rechnen und billigend in Kauf nehmen, dass der Käufer es nicht bemerkt, beispielsweise weil Sie neu verputzt oder gestrichen haben, sich aber sagen müssen, dass er bei Kenntnis  den Kaufvertrag nicht oder nicht so geschlossen haben würde.  Arglist ist also nicht erst bei betrügerischer Absicht, sondern auch schon bei sog. bedingtem Vorsatz möglich, wenn Sie also eine für seinen Kaufentschluss maßgebliche Fehlvorstellung des Erwerbers Ihres Hauses nur für möglich halten und in Kauf nehmen.

Saarl. OLG,  Urteil vom 05.08.2008 – 4 U 90/08 -;  Bundesgerichtshof, Urteil vom 12.04.2002 – V ZR 302/00 –

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RA Justizrat Dr. jur. H.Ruland
– Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht