Der Unternehmer kann die Beseitigung eines Mangels verweigern und Sie auf  eine Minderung des Werklohnes
verweisen0,wenn die vertragsgemäße Herstellung mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden wäre (§ 251 (2) BGB).

Das ist dann der Fall, wenn Ihr Interesse an einer vertragsgemäßen Herstellung gering ist, der Aufwand
des Unternehmers jedoch sehr erheblich und unangemessen wäre. Es müsste unter Abwägung aller Umstände
des Einzelfalles einen Verstoß gegen Treu und Glauben darstellen, wenn Sie auf der Vertragserfüllung bestehen
würden. Dabei ist auch zu berücksichtigen, wie schwer das Verschulden des Unternehmers am Zustandekommen
des Mangels ist.

Ist Ihr Interesse an der Beseitigung des Mangels allerdings objektiv berechtigt (z. B. Verfehlung des vereinbarten
Dämmwertes, Mangel der Außenabdichtung, zu geringe Putzstärke) kann der Unternehmer die Beseitigung
des Mangels regelmäßig nicht verweigern.

Vergewissern Sie Sich, dass Sie bei uns an der richtigen Adresse sind :  0681/926060

RA JR Dr. H. Ruland