Wenn Sie den Auftrag haben, eine Naturwerksteinfassade herzustellen, und die Dämmung weiter vergeben – Vorsicht!!! Der Abrechnungsstreit ist vorprogrammiert. Ihr Subunternehmer wird nach DIN 18332 -Naturwerksteinarbeiten – Oz. 5.1.1.3: Der Abrechnung sind zugrunde zu legen….bei Fassaden die Maße der Bekleidung abrechnen wollen. Sie wollen nur die tatsächlich gedämmten Flächen bezahlen, DIN 18299 – Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art – Abschnitt 5: die Leistung ist mangels Zeichnungen, denen sie entspricht, aufzumessen -(leicht verkürzte Wiedergabe) Die Frage ist, ob bei isolierter Vergabe der Dämmung DIN 18332 – Naturwerksteinarbeiten – überhaupt anwendbar ist. Aus dem Sinn und dem Wortlaut der VOB/C Allgemeine Technische Vertrrasbedingungen für Bauleistungen (ATV) läßt sich dazu nichts entnehmen. Auf welcher Grundlage das Aufmaß zu nehmen ist, ist allerdings eine Rechtsfrage, die nicht ein Sachverständiger beantworten kann. Entscheidend ist die Verkehrsauffassung, also wie die beteiligten Verkehrskreise in einem solchen Falle die Abrechnung üblicherweise handhaben. Was diese Verkehrsauffassung besagt und ob überhaupt eine festgestellt werden kann, ist fraglich und nur mit erheblichem Aufwand zu ermitteln. (BGH Urteil vom 17.06.04 – VII ZR 75/03 -) Unsere dringende Empfehlung: Halten Sie in dem Vertrag mit dem Subunternehmer ausdrücklich und schriftlich fest: „Abrechnung nach örtlichem Aufmaß der Dämmarbeiten“ (BauR 2004, 1438; NZBau 2004, 500; ZfBR 2004, 778)