Der Fall, dass Leistungspositionen ganz entfallen, weil sie sich als nicht wendig erweisen (z.B. Wasserhaltung, Bodenverbesserung, Verbau), ist in der VOB/B (ausdrücklich) nicht geregelt. Geregelt ist nur der Wegfall von Leistungen infolge Anordnung nach § 2 (5) VOB/B oder Kündigung (§ 8 (1) Nr. 2 VOB/B). Der BGH hat diese Regelungslücke jetzt geschlossen. Er wendet analog die Regelung bei Mengenunterschreitungen um mehr als 10 % an (§ 2 (3) Nr. 3 VOB/B). Wenn schon bei Mengenminderung ein Ausgleich für den kalkulierten Deckungsbeitrag gewährt wird, muss dies erst recht gelten, wenn Leistungen (3) Nr. 3 VOB/B) vorgetragen werden. BGH, Urt. vom 26.01.2012 – VII ZR 19/11 Wenn Sie mehr wissen wollen, rufen Sie an (0681/926060) Rechtsanwalt JR Dr. H. Ruland – Fachanwalt f. Bau- und Architektenrecht