Selbständiges Beweisverfahren ist die auf Ihren Antrag richterlich angeordnete Beweisaufnahme durch Gutachten eines Sachverständigen. In Ihrem Antrag bezeichnen Sie die Tatsachen, über die Beweis erhoben werden soll. Den gibt das Gericht dem Antragsegner zur Kenntnis und erlässt den Beweisbeschluss. Darin wird der vom Gericht bestimmte Sachverständige beauftragt, über Ihre Behauptungen ein Gutachten zu erstellen. Zugleich wird Ihnen aufgegeben, einen Vorschuss auf die Kosten des Sachverständigen einzuzahlen. Der Sachverständige raumt einen Ortstermin an, nimmt die unter Beweis gestellten Tatsachen in Augenschein und erstellt sein Gutachten und legt dieses dem Gericht vor.

Vielfach kommt  es schon auf Grund dieses Gutachtens zu  einer Einigung, der Bauunternehmer z. B. beseitigt die Mängel.
Kommt es zum Rechtsstreit,  zieht das Gericht die Beweissicherungsakte bei. Es kann das dort eingeholte Gutachten verwerten und darauf seine Entscheidung gründen.

Mit dem Selbständigen Beweisverfahren sichern Sie Ihre Beweise, z. B. wenn Mängel behoben werden müssen und nachher nicht mehr bewiesen werden könnten.  Wenn Verlust des Beweismittels droht, ist der Antrag zulässig.
Beim Landgericht herrscht Anwaltszwang. Sie können den Antrag  selbst stellen, aber wenn das Gericht den Sachverständigen zur Anhörung lädt, müssen Sie anwaltlich vertreten sein.

Das Selbständige Beweisverfahren hemmt die Verjährung Ihrer Gewährleistungsansprüche.

Wenn Sie mehr wissen wollen, fragen Sie Ihren Anwalt – rufen Sie uns einfach an (0681 926060)!

Rechtsanwalt JR Dr. H. Ruland
– Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht