Das neue Unterhaltsrecht hat verschiedene Ziele.

Zunächst soll die Verarmung minderjähriger Kinder bekämpft werden.

Der Bedarf der Kinder wird durch Veränderung der Rangfolge der Unterhaltsberechtigten vorrangig befriedigt.

Gegenüber dem neuen Ehegatten desjenigen, der Unterhalt zahlt, hat das Kind Vorrang.

Aufgrund der steigenden Anzahl der Ehescheidung werden die geschiedenen Ehegatten verstärkt in die Eigenverantwortung genommen.

Nach der Scheidung hat jeder Ehegatte selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Ist er dazu außerstande, hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Unterhalt nur nach den Vorschriften der 1569 BGB ff.

Das neue Unterhaltsrecht verbessert die Rechtsstellung der Eltern, bzw . des Elternteils der ein kind versorgt . Auch die Stellung der Mutter eines nicht ehelichen Kindes wird gestärkt.

Durch das neue Unterhaltsrecht erfolgt auch eine Anpassung von Steuer-, Sozial-, und Unterhaltsrecht. So wird z.B. in § 1612a Abs. 1 BGB durch das Steuerrecht der Unterhalt für einen Minderjährigen vorgegeben; der sog. doppelten Freibetrag nach § 32 Abs. 6 Satz 1 ESTG.

Das neue Unterhaltsrecht wurde vereinfacht. So sollen z.B. die sog Mangelfallberechnug der Vergangenheit angehören.