Spekulationsfrist bei der Grundstücksveräußerung nicht beachtet! Beim Abschluss von Scheidungsvereinbarungen werden häufig die mit der Vermögensauseinandersetzung verbundenen steuerlichen Auswirkungen nicht beachtet. Der Kardinalfehler liegt darin, dass die Spekulationsfrist von 10 Jahren bei der Veräußerungvon Grundstücken gemäß § 23 ESTG unberücksichtigt bleibt. Vorraussetzung für die Steuerpflicht privater Veräußerungsgewinne: Der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung darf nicht mehr als zehn Jahre betragen. Hiervon ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die in der Zeit zwischen Anschaffung und Veräußerung zu eigenen Wohnzwecken verwendet worden sind oder im Veräußerungsjahr und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt worden sind. Es gibt in diesem Zusammenhang eine Reihe von Fragen, was unter der privaten Veräußerungen nach § 23 ESTG zu verstehen ist. Ebenfalls von Bedeutung ist auch die Frage, wie die Zehn-Jahres-Frist berechnet wird und die Ermittlung des Veräußrungsgewinnes.