Ist die Wohnfläche um mehr als 10% geringer als im Mietvertrag angegeben, stellt dies grundsätzlich einen Mangel der Mietsache i. S. des § 536 I 1 BGB dar, der den Mieter zur Minderung der Miete berechtigt. Der Mieter muß nicht darlegen, daß infolge der Flächendifferenz die Tauglichkeit der Wohnung zum vertragsgemäßen Gebrauch gemindert ist.

BGH, Urt. v. 24.3.2004 – VIII ZR 295/03 – NJW 2004, 1947

Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes ist es immer und
grundsätzlich ein Mangel der Mietsache, wenn die Wohnfläche in solchem
Umfang hinter der vertraglichen Vereinbarung zurückbleibt. Daß dadurch
die Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch gemindert sei, verstehe
sich von selbst und bedürfe keines besonderen Nachweises des Mieters.

Bevor Sie Angaben zur Wohnfläche im Mietvertrag festschreiben,
vergewissern Sie sich also zunächst nach Maßgabe der DIN 277, welche
Wohnfläche Sie in Ansatz bringen können.

Rechtsanwältin Brigitte Ruland, Saarbrücken.