Die Abrechnungsfrist läuft 12 Monate nach Ende des Wirtschaftsjahres ab (§ 556 III 3 BGB). Der Vermieter erteilt rechtzeitig Abrechnung; stellt nach Fristablauf des § 556 III 3 BGB einen Fehler in der Abrechnung fest und übersendet korrigierte Abrechnung.

Eine wegen Fristablaufes ausgeschlossene Nachderung liegt nicht nur dann vor, wenn der Vermieter mit der korrigierten Abrechnung eine Nachderung geltend macht. Die Vorschrift des § 556 III 3 BGB schließt auch aus, daß der Vermieter, der aufgrund der rechtzeitigen Abrechnung ein Guthaben ausgezahlt hat, später dann, nach Ablauf der zwölf Monatsfrist, auf Grund einer korrigierten Abrechnung dieses Guthaben zurückverlangen könnte.

 

Der Ablauf der Abrechnungsfrist hat zur Folge, daß die Nachderung nach einer erst später erfolgten inhaltlichen Korrektur das Ergebnis der fristgemäß vorgelegten Rechnung weder in den Einzelpositionen noch insgesamt überschreiten darf .

(BGH, Urteil v. 12.12.2007, VIII ZR 190/06, NJW 2008, Seite 1150 ff.).

Etwas anderes gilt für gewerbliche Mietverhältnisse; s. unseren Beitrag: Nebenkostenabrechnung – Ausschlißfrist 12 Monate