Wer den Boden seines Grundstückes über die Oberfläche des Nachbargrundstückes erhöht, muss einen solchen Abstand von der Grenze einhalten, oder solchen Vorkehrungen treffen und unterhalten, dass eine Schädigung des Nachbargrundstückes, insbesondere durch Absturz oder Pressung des Bodens ausgeschlossen ist (§ 47 Satz 1 Saarl. Nachbarrechtsgesetz) Die Rede ist von Aufschüttungen, einer beliebten Maßnahme zur Verbesserung der Nutzbarkeit, und damit zugleich des Grundstückswertes, leider häufig zu Lasten und auf Kosten des Nachbarn. Feste Abstandsmaße nennt das Gesetz nicht – aus gutem Grund. Ob eine Gefährdung gegeben ist, hängt von vielen Faktoren ab, z. B. der Höhe der Aufschüttung, dem Material, der Art der Böschungsbefestigung, der Bepflanzung, Wichtig ist die Frage, ob Auswaschungen der Böschung bei Regenfällen auf Ihr Grundstück stattfinden, ob eine Dränage vorhanden ist. Im Zweifel dürfte eine Gefährdung gegeben sein, wenn der Böschungsfuß bis an die Grenze reicht, weil dann Hangrutschungen zwingend auf Ihr Grundstück gelangen Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie an!