Die Rede ist von Aufschüttungen, einer beliebten Maßnahme zur Verbesserung der Nutzbarkeit, und damit zugleich des Grundstückswertes, leider häufig zu Lasten und auf Kosten des Nachbarn. Feste Abstandsmaße nennt das Gesetz nicht – aus gutem Grund. Ob eine Gefährdung gegeben ist, hängt von vielen Faktoren ab, z. B. der Höhe der Aufschüttung, dem Material, der Art der Böschungsbefestigung, der Bepflanzung, Wichtig ist die Frage, ob Auswaschungen der Böschung bei Regenfällen auf das Nachbargrundstück stattfinden, oderob eine Dränage vorhanden ist. Im Zweifel dürfte eine Gefährdung gegeben sein, wenn der Böschungsfuß bis an die Grenze reicht, weil dann Hangrutschungen zwingend auf das Nachbargrundstück kommen (vgl. § 47 Satz 1 Saarl. Nachbarrechtsgesetz). Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an (0681/926060). RA Justizrat Dr. H. Ruland – Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht