Innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteiles ist der Eigentümer eines Grundstückes auf Verlangen des Nachbarn verpflichtet, sein Grundstück einzufrieden, wenn dies zum Schutz des Nachbargrundstückes vor wesentlichen Beeinträchtigungen erderlich ist, die von dem einzufriedenden Grundstück ausgehen.

(§ 43 (1) Saarl. Nachbarrechtsgesetz)

Das Gesetz regelt nur die Einfriedungspflicht auf Verlangen des Nachbarn.

Das Recht zur Einfriedung ist als Ausfluss des Eigentums selbstverständlich.

Im Saarland sind Einfriedungen ortsüblich und zulässig bis zu einer Höhe von 2 m. Erkundigen Sie sich aber in jedem Fall bei der Gemeinde. Einfriedungen sind an der Grenze zulässig, nur an landwirtschaftlich genutzten Grundstücken außerhalb bebauter Ortsteile besteht auf Verlangen des Nachbarn Abstandpflicht von 0,5 m.

Anspruch auf Kostenbeteiligung des Nachbarn besteht nur, wenn dieser zur Einfriedung verpflichtet wäre.

Auf jeden Fall ist die Einfriedung dem Nachbarn mindestens zwei Wochen vorher anzuzeigen.