Ansprüche der Wohnungserwerber gegen den Veräußerer wegen Mängeln am Gemeinschaftseigentum kann die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer durch Mehrheitsbeschluss an sich ziehen und die gemeinschaftliche gerichtliche Durchsetzung beschließen. Das gilt auch dann, wenn nur noch ein Erwerber solche Ansprüche gegen den Veräußerer hat. Im Prozess hat die Gemeinschaft die Stellung eines sog. Prozessstandschafters, d. h., sie ist befugt den Anspruch der Erwerber im eignen Namen geltend zu machen. Das Vorgesagte gilt nicht bei Ansprüchen aus dem Sondereigentum (BGH Urteil vom 12.04.2007 – VII ZR 236/05; BGH, Urteil vom 25.02.2016 – VII ZR 156/13)- Rechtsanwalt Justizrat Dr. H. Ruland – 0681/926060