Wo das Gesetz für die Abgabe einer Willenserklärung die Schriftm vorschreibt, kann die Erklärung per FAX nicht wirksam abgegeben werden (§ 126 BGB) – Beispiele: Verbraucherkreditvertrag (492 BGB), aber nur die Unterschrift des Darlehnsnehmers, Vereinbarung einer Staffelmiete (§ 557 a BGB) oder Index-Miete (§ 557 b BGB); bei Pachtverträgen, bei der Kündigung oder Aufhebungsverträgen von Arbeitsverhältnissen (§ 623 BGB), Honoravereinbarung mit dem Architekten und Unterschreitung der Mindestsätze (§ 7 HOAI). Ausnahmen hiervon Erklärungen gegenüber dem Gericht: Schriftsätze, auch zur Wahrung von gesetzlichen oder richterlichen Fristen, können auch als Telefax übermittelt werden. Dagegen genügt bei vertraglich vereinbarter Schriftm, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, die Übermittlung der Erklärung durch FAX (§ 127 (2) BGB).

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