Wer ohne Zustimmung des anderen Teilnehmers ein Telefongespräch mithört, ist als Zeuge über den Inhalt des Telefonats nicht zugelassen. Wichtige Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Urteil v. 18.2.2003 – XI ZR 165/02 – Koblenz NJW 2003, 1727) Jemand hatte angeblich seinen Anwalt ein Telefongespräch mithören lassen, bei dem die Teilnehmerin angeblich ihre Darlehnsschuld bestätigt hätte. Das Oberlandesgericht Koblenz hatte darin zwar eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts gesehen; es war jedoch der Meinung, unter den gegebenen Umständen müsse das Rechts am gesprochenen Wort hinter dem Interesse an der Beschaffung eines Beweismittels zurücktreten. Dem hat der Bundesgerichtshof widersprochen. Das Belauschenlassen eines Telefongespräches im zivilrechtlichen Verkehr kann nur bei einer Notwehr- oder Notstandssituation zulässig sein; ansonsten hat das Recht am gesprochenen Wort als Teil des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts Vorrang. Auf den Inhalt des Gesprächs kommt es