Der Landkreis hatte in einem Bauvorbescheid die Genehmigung eines Pferdestalles in Aussicht gestellt. Der Stall wäre nur durch eine schmale Sperrparzelle von den Hausgärten der Kläger getrennt gewesen. Der Vorbescheid war mit Auflagen für den Pferdehalter verbunden. Wir haben vor dem Verwaltungsgericht Saalouis gegen den Vorbescheid Klage erhoben. Das Gericht hat festgestellt, das der innerhalb des im Zusammenhang beplanten Ortsteils der Gemeinde geplante Pferdestall die Kläger in ihren subjektiv-öffentlichen Nachbarrechten verletzt hätte. Das Vorhaben hätte sich nicht in die Eigenart der näheren Umgebung eingefügt. Diese war von Wohnnutzug geprägt. Ein Pferdestall und die von ihm ausgehenden Belästigungen durch Geruch und Fliegen in unmittelbarer Nähe von Hausgärten wäre mit dem Rücksichtnahmegebot nicht vereinbar gewesen. Bei Zusammentreffen von Wohnnutzung und nicht gewerblicher Pferdehaltung führt die Abwägung der widerstreitenden Interessen dazu, der Wohnruhe und der ungestörten Gartennutzung den Vorrang zu geben. Das Gericht hat den Bauvorbescheid aufgehoben. Das Urteil ist rechtskräftig. (s. Saarbrücker Zeitung Nr. 213 v. 13.09.2011, Seite B3) Rechtsanwalt Justizrat Dr. Herbert Ruland – Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht –