Erinnern wir uns, besser gesagt vergegenwäritgen wir uns: unsesre Rechtsfähigkeit hat begonnen mit unserer Geburt,
genauer gesat mit der völligen Herauskommen aus dem Muttterleib, die Durchtrennung der Nabelschnur war nicht erderlich.

Zwar rechtsfähig, sind wir die nächsten Jahre aber geschäftsunfähig geblieben. geschäftsunfähig wie jemand
im Zustand einer die freie Willensbestimmung ausschließenden, nicht nur vorübergehenden, krankhaften
Störung der Geistesfähigkeit.

Erst mit Vollendung des siebten Lebensjahres sind wir, mit natürlicherweise gegebenen Einschränkungen,
beschränkt geschäftsfähig geworden. Das sind wir geblieben bis zu Vollendung unseres achtzehnten Lebenjahres.

Mit der Vollendung des achtzehnten Lebnsjahres, also mit Beginn unseres achtzehnten Geburtstages um 00.00 Uhr sind
wir, wie es heißt „volljährig“ geworden, d. h. haben wir die Unbeschränkte Geschäftsfähigkeit erlangt. Nun waren
oder werden wie Unbeschränkt geschäftsfähig, die Elterliche Sorge endet oder ist geendet, wir konnten oder können
heiraten, Testamente machen und Prozesse führen, außerdem waren oder werden wir aktiv und passiv
wahlberechtigt (§§ 1, 104, 2 BGB).

Fall sie Fragen haben – wir geben gerne Auskunft ( 0681/926060).

 

Rechtsanwalt Justizrat Dr. jur. H. Ruland