Für den Verkauf einer Eigentumswohnung war dominantes prägendes Verkaufsargument
in einem umfangreichen Prospekt der unverbaubare Blick auf die Frankfurter Skyline. Kaum
war die Wohnung übergeben, hat der Bauträger auf der gegenüberliegenden Straßenseite
den „Skyline-Blick“ zugebaut. Der Erwerber ist vom Kaufvertrag zurückgetreten und hat vom
Bauträger Rückabwicklung des Kaufvertrages, Rückerstattung des Kaufpreises und Schadensersatz
verlangt. Landgericht und Oberlandesgericht Frankfurt haben der Klage entsprochen.

Der Bauträger hat in dem Prospekt für die „Skyline-Sicht“ geworben. Diese ist damit bindend
zugesagt und eine zugesagte Beschaffenheit (§ 434 (1) Satz 3 BGB). Das „Zubauen“ war eine
nachvertragliche Pflichtverletzung (OLG Frankfurt, Urteil vom 12.11.2015 – 3 U 4/14).

Rechtsanwalt JR Dr. H. Ruland
– Fachanwalt f. Bau- u. Architektenrecht

0681/926060