Der EuGH hat entschieden, dass die Zurückweisung von Nachprüfungs anträgen mangels Unverzüglichkeit wegen Fristversäumung mit Gemeinschaftsrecht ( Art. 1 Vergabekoordinierungsrichtlinie) nicht vereinbar ist. Die nationalen Gerichte müssen die maßgeblichen nationalen Verfahrensvorschriften so auslegen, dass dem Antragsteller eine ausreichende Frist nicht auslegen, dürfen sie nicht angewendet werden. § 107 (3) GWB – Unzulässigkeit des Antrages, wenn der Antragsteller den Verfahrensmangel bereits im Vergabeverfahren erkannt hat oder hätte erkennen können – wird in diese Form voraussichtlich keinen Bestand haben. EuGH, Urteil vom 28.01.2010 – Rs. C-406/08