Angebote, denen die in den Verdingungsunterlagen verlangte Urkalkulation bei Ablauf der Angebotsfrist nicht beigefügt ist, sind gemäß § 25 Nr. 1 Abs. 1 b VOB/A i.V.m. § 21 Nr. 1 Abs. 1 VOB/A von der Wertung auszuschließen.

(OLG Karlsruhe, Beschluss vom 04.05.2007 – 17 Verg 5/07)

Die Entscheidung entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Die Urkalkulation ermöglicht, die Stimmigkeit und Plausibilität des Angebotes aus sich selbst heraus zu überprüfen. Wo dem Auftraggeber durch Nichtvorlage der Urkalkulation diese Prüfung versagt wird, ist der Ausschluß von der Wertung unausweislich.