Verzögert sich der Zuschlag auf Grund eines von einem Mitbewerber eingeleiteten Nachprüfungsverfahrens, so kommt der Vertrag zu den
vereinbarten Bedingungen zustande. Dass Sie einer Bindefristverlängerung zugestimmt haben,  beinhaltet nicht, dass  Sie sich mit den eventuellen Auswirkungen
der Verzögerung auf die Ausführungszeit und die Preisgrundlagen einverstanden erklärt hätten. Die Verzögerung des Vergabeverfahrens darf nicht zu Lasten Ihres
wirtschaftlichsten Angebotes gehen. Bauzeit und Vergütungsansprüche sind entsprechend § 2 Nr. 5 VOB/B anzupassen. Es hat zu gelten, was der Auftraggeber
bei Voraussicht der Verzögerung redlicherweise mit Ihnen vereinbart haben würde.

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 11. Mai 2009 – VII ZR 11/08 – )

Haben Sie einen solchen Fall – rufen Sie uns an! –  Tel.: 0681/926060

RA JR Dr.H. Ruland