In der Regel ist in den Vergabeunterlagen die Ausführungsfrist bestimmt (§ 9 (1) Nr. 1VOB/A). Ist dies nicht der Fall, und erfolgt die Bestimmung mit dem Zuschlag, können Sie erst jetztdie Auskömmlichkeit der Frist beurteilen. In einem solchen Fall ist der Zuschlag nicht die Annahme Ihres Angebotes, sondern ein neues Angebot, diesmal mit Bestimmung einer Ausführungsfrist. Es ist an Ihnen, dieses Angebot anzunehmen oder nicht. Wenn die vorgesehene Frist Ihrer Kalkulation nicht entspricht, teilen Sie mit, dass Sie das Angebot nicht annehmen. Andernfalls, wenn Sie den Auftrag bestätigen oder mit der Ausführung beginnen, ist der Vertrag mit der mit dem Zuschlag bestimmten Frist zustande gekommen.     RA JR Dr. H. Ruland – Fachanwalt für Bau. – und Architektenrecht –