Ihr Angebot liegt an zweiter Rangstelle. Innerhalb der Zuschlagsfrist ist ein Zuschlag nicht erfolgt. Nach Ablauf der Frist erteilt die Vergabestelle den Zuschlag auf das günstigste Angebot. Ist das zulässig? Können Sie dagegen vorgehen? Es ist zulässig. Der öffentliche Auftraggeber ist aus haushaltsrechtlichen Gründen gehalten, sich ein günstigstes Angebot nicht entgehen zu lassen. Wenn er nach Ablauf der Frist den Zuschlag erteilt, und der Bieter das damit unterbeitete neue Angebot annimmt, ist der Zuschlag erteilt. In dem Vertrauen darauf, dass der Zuschlag innerhalb der Frist erteilt werde, sind Sie nicht geschützt.   RA JR Dr. H. Ruland